Im Bilde

eeeeeeeeeer sammelt sich und will ein Bild
das Kontext hat, das Leben hat
oh er ist gewillt
im großen Ganzen will er Seele haben
im großen Ganzen was zu sagen haben
er möchte Sprache sein, ein Mensch
ein Mensch, der lacht, tanzt, liebt und sieht
siebzig Silben, siebzig Säle
einen Gott und einen Zammenhang
immer das große Ganze
in einem Bild
in dem sich alles spiegelt
die ganze Welt, das ganze Sein
oh, könnt er doch nur Teil eines Bildes
oh, oder gar nur mit sich allein
sein eigenes Bild sein!

Unterhaltungen

Langeweile! Die Langeweile! O! So langweilig…
Ich habe schon alle Figuren an die Wand gezeichnet
Shakespeare rezitiert, etc…
Ich möchte mich mit Gott unterhalten
Doch er schweigt
Als wäre nichts gewesen
Als wäre nichts als Ich
Und ich mir selbst ein Traum
Alles war weg
Ich fürchte mich
Vor mir selbst in der Einsamkeit
Es ist als wär ich doppelt
Und der eine Teil suchte den anderen zu retten und rief sich selber zu:
Hieroglyphen! Herr Ober, mehr Hieroglyphen!
Shakespeare, Hieroglyphen…

Erst nach und nach fand ich mich wieder
In der Langeweile
Die Langeweile! O! So langweilig!

 

In einer komischen Interpretation von M.M.:
https://youtu.be/hud3sX91BZE

Amors Advokaten

Im Selbstgespräch mit dem Geliebten
Leisten wir ernste Schwüre
Und meinen, die Liebe selbst zu sein
Wir sprechen
Von all den schönsten hohen Sachen
Und davon geben wir allen
Ein Wort und einen Namen
Wir formen lauter glaubhafte Begriffe
Es ist so schön:
Wir können verständlich und sinnlich
Die ganze Welt fassen
Wir schlafen darauf beruhigt
Und einmal darüber
Dann entscheiden wir prompt:
Für heute wollen wir es wieder vergessen